Das Tonometer in der Therapie 1 F image56.gif (4149 Byte) E Abbildung:
In der MFT, der Funktionstherapie der orofazialen Muskulatur wird eine Reihe von Übungen angewandt, die einen Ablauf erfordern, bei dem das Gerät als Übungsgerät eingesetzt werden kann. Für alle Muskelfelder können sowohl statische Übungen, bei denen die Maximalstellung über einen längeren Zeitraum gehalten werden muß, als auch kinetische Übungen, bei denen die Muskulatur abwechselnd angespannt und wieder gelockert wird durchgeführt werden (siehe entsprechende Hinweise im Text). Der Vorteil des Übens mit dem Gerät besteht hauptsächlich darin, daß der Patient stets beide Zeiger und somit den Erfolg seiner momentanen oder absoluten Leistung vor Augen hat und so angespornt wird, eine bestimmte Zeigerstellung zu erzielen. Mittels der Einstellung des Schleppzeigers auf einen zu erreichenden Maximalwert kann der Therapeut definierte Übungsziele festlegen. Für die Orbikularisregion wird das Mundstück im Regelfalle mittig zwischen den Lippen gehalten. Liegt eine einseitige Störung vor, so wird das Röhrchen dort eingesetzt. Der Patient kann für den statischen Übungsmodus nun aufgefordert werden, den roten Zeiger (Schleppzeiger ) "so hoch wie möglich zu pusten" und für eine vorgegebene Zeit den schwarzen (mobilen Zeiger) bei dem roten zu halten. Im kinetischen Modus wird in einer Ausführung der Druck im Wechsel sofort wieder abgelassen, wieder bis zum roten Zeiger erhöht und so fort, so oft, wie vorgegeben. In einer anderen Ausführung können verschiedene Bereiche der zirkulären Fasern des Orbikularis trainiert werden, indem unter Beibehaltung der Stellung des schwarzen Zeigers der Mund im Wechsel gespitzt und abgeflacht wird. Um die Übungsanforderungen zu erhöhen kann der Therapeut beiderseits mit den Händen einen leichten Druck auf die Wangen ausüben.>>weiter?: